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Greenpeace-Chef Naidoo: “Wir brauchen neue Formen des zivilen Ungehorsams” – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft.

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meinung – Kopenhagen fährt gegen die Wand

Nun haben wir die Bescherung. Pünktlich zum Fest rauscht der Klimagipfel in Kopenhagen in den Abgrund. Die sogenannte “Erste Welt” und die “Schwellenländer” haben es nicht verstanden und ignorieren in gewohnter Manier die kleinen Länder, die zuerst und wohl am härtesten vom Klimawandel getroffen werden.

Die Szenarien sind lange bekannt, nicht zu bestreiten und 17 Jahre nach Rio sind die Botschaften, Signale und Prognosen immer noch nicht in den Köpfen der Mächtigen dieser Welt angekommen. Finanz- und Wirtchaftskrise sind wichtiger, direkter spürbar und vielleicht auch offensichtlicher als das, was uns in den kommenden Jahrzenten drohen wird.

Aber auch in unseren Köpfen ist offensichtlich dieses drohende und bereits vorhandene Desaster des ungebremsten Konsums, sowie der maßlosen Ausbeutung und Vernichtung unseres Planeten nicht angekommen. Das zeigt sich alltäglich. Wir kaufen dann nochmal schnell neue Autos mit alter Technologie, weil es ja ein Schnäppchen wird durch Krise und “Umweltprämie”. Wir kaufen weiterhin wie die Wahnsinnigen die Fußgängerzonen leer und hoffen insgeheim dadurch, dass Karstadt und Hertie noch bleiben dürfen. Wir wollen immer Tomaten essen können, abends um 8 noch ein frisches Brot kaufen können, jederzeit überall hinreisen können. Wir verlernen das saisonale Kochen, essen zuviel Fleisch, verbrauchen einfach zuviel Wasser und Energie.

Diese Bedürfnisse, an die wir uns so gewöhnt haben, spiegeln sich auch in den Wahlergebnissen wieder. Kurzsichtige übermäßige Finanzspritzen, nicht tragbare Steuersenkungen, billiger Atomstrom und neue Autobahnen wünscht der Bürger und macht sein Kreuz nicht dort, wo es Hoffnung auf eine umsichtige und nachhaltige Entwicklung geben könnte.

Wir müssen jedoch die Realität erkennen und einsehen, dass wir das Limit überschritten haben. Wachstum, ein Wort so heilig wie das Amen in der Kirche, ist nicht mehr die Lösung. Wir sollten alle noch einmal innehalten in diesen Tagen und einsehen, dass WIR so nicht weitermachen können. Wir können uns anscheinend nicht auf die Regierungschefs unserer Welt verlassen und das sollten wir auch signalisieren.
Welche Kraft, welches Vermögen ins uns steckt haben wir schon oft bewiesen und auch jetzt ist es an der Zeit.

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watch – ARD: Eco-Crimes – Verbechen gegen die Natur

via tvtv.de

Aus Anlass der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen widmet sich Das Erste der Umwelt mit einer brisanten 90-minütigen Dokumentation: eco-crimes. Das organisierte Verbrechen hat ein neues Betätigungsfeld. Experten nennen es in einem Atemzug mit Waffen- und Drogenhandel. Milliardengeschäfte zulasten des Kostbarsten, was die Natur zu bieten hat. Die vielen internationalen Abkommen zum Schutz der Umwelt wiegen die Öffentlichkeit in trügerischer Sicherheit. Dieser Film dokumentiert zum ersten Mal, wie international operierende Netzwerke von Piraten, Schmugglern und Kartellen über die Schätze der Natur herfallen und dadurch die natürlichen Lebensgrundlagen bedrohen. “eco-crimes” zeigt aber auch, wie engagierte Menschen den Kampf gegen diese Umwelt-Mafia aufgenommen haben: hartnäckige Zollbeamte, mutige Fischereikontrolleure, entschlossene Staatsanwälte und vor allem die Mitarbeiter regierungsunabhängiger Umweltschutzorganisationen, die ?undercover’ recherchieren und dabei ihr Leben riskieren. Mit ihrer Unterstützung sowie anhand von Gerichtsakten, Verhörprotokollen und Zeugenaussagen zeichnet der Film authentische Fälle von “eco-crimes” nach. Im ersten Fall geht es um ein Problem, das hierzulande alle Politiker und umweltbewussten Verbraucher für längst gelöst halten: den Handel mit FCKW-Chemikalien, die die Ozonschicht zerstören und seit 1987 durch das Montreal-Protokoll weltweit geächtet sind. Doch clevere Produzenten nutzen Schlupflöcher des Abkommens aus und schmuggelten jahrelang die Ozonkiller in die USA und nach Europa. Der Film dokumentiert den Fall des deutschen Geschäftsmanns Georg G., der Hunderte von Tonnen der verbotenen Chemikalien aus China in die EU geschmuggelt hat, bis er durch die internationale Zusammenarbeit der Zoll- und Polizeibehörden in Holland, Belgien und Deutschland gefasst werden konnte. In einem weiteren Fall geht es um international operierende ‘Piratenfischer’, die auf der Jagd nach dem ‘Schwarzen Seehecht’ die Meere plündern – trotz vorhandener Fischereiabkommen.

Mittwoch, 11.11.2009
Beginn: 23:00 Uhr
Ende: 00:25 Uhr
Länge: 85 min.
Presse: Heinz Greuling, Thomas Weidenbach

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