Beiträge getagged mit Meinung
meinung – Westerwelle muss abtreten
Nun ist es soweit: Lindner von der FDP findet die Kritik an seinem Chef “demokatriegefährdend”
Ich sehe das genau anders herum. Wenn ein Außenminister nen Klüngel-Familien-Ausflug macht, nicht integer ist, nicht staatsmännisch bleiben kann, das Land nicht mehr repräsentieren kann – das gefährdet.
Westerwelle ist immer nur laut und in meinen Augen gar nicht so, wie sich ein Außenminister und Vizekanzler geben sollte.
Die geforderten Anstandsregeln (Lindner) sollte vor allem Herr Westerwelle und auch Herr Lindner selbst einhalten.
Es war ja zu erwarten, dass wir mit Guido einen Außenminister bekommen, der mehr mit der Wirtschaft kuschelt als andere Vorgänger. Aber Klüngel, Vetternwirtschaft und Co haben in diesem Amt nichts zu suchen und entsprechend sollte man sich verhalten, wenn man dagegen verstößt. Das können diese Lautsprecher aber nun einmal nicht so gut und damit sind sie eine Fehlbesetzung.
Herr Westerwelle, bitte geben Sie das Amt als Außenminister auf. Sie können gerne wieder als ewiger Oppositioneller rumschreien und Hartz4-Empfänger bashen.
Danke.
meinung – Kopenhagen fährt gegen die Wand
Nun haben wir die Bescherung. Pünktlich zum Fest rauscht der Klimagipfel in Kopenhagen in den Abgrund. Die sogenannte “Erste Welt” und die “Schwellenländer” haben es nicht verstanden und ignorieren in gewohnter Manier die kleinen Länder, die zuerst und wohl am härtesten vom Klimawandel getroffen werden.
Die Szenarien sind lange bekannt, nicht zu bestreiten und 17 Jahre nach Rio sind die Botschaften, Signale und Prognosen immer noch nicht in den Köpfen der Mächtigen dieser Welt angekommen. Finanz- und Wirtchaftskrise sind wichtiger, direkter spürbar und vielleicht auch offensichtlicher als das, was uns in den kommenden Jahrzenten drohen wird.
Aber auch in unseren Köpfen ist offensichtlich dieses drohende und bereits vorhandene Desaster des ungebremsten Konsums, sowie der maßlosen Ausbeutung und Vernichtung unseres Planeten nicht angekommen. Das zeigt sich alltäglich. Wir kaufen dann nochmal schnell neue Autos mit alter Technologie, weil es ja ein Schnäppchen wird durch Krise und “Umweltprämie”. Wir kaufen weiterhin wie die Wahnsinnigen die Fußgängerzonen leer und hoffen insgeheim dadurch, dass Karstadt und Hertie noch bleiben dürfen. Wir wollen immer Tomaten essen können, abends um 8 noch ein frisches Brot kaufen können, jederzeit überall hinreisen können. Wir verlernen das saisonale Kochen, essen zuviel Fleisch, verbrauchen einfach zuviel Wasser und Energie.
Diese Bedürfnisse, an die wir uns so gewöhnt haben, spiegeln sich auch in den Wahlergebnissen wieder. Kurzsichtige übermäßige Finanzspritzen, nicht tragbare Steuersenkungen, billiger Atomstrom und neue Autobahnen wünscht der Bürger und macht sein Kreuz nicht dort, wo es Hoffnung auf eine umsichtige und nachhaltige Entwicklung geben könnte.
Wir müssen jedoch die Realität erkennen und einsehen, dass wir das Limit überschritten haben. Wachstum, ein Wort so heilig wie das Amen in der Kirche, ist nicht mehr die Lösung. Wir sollten alle noch einmal innehalten in diesen Tagen und einsehen, dass WIR so nicht weitermachen können. Wir können uns anscheinend nicht auf die Regierungschefs unserer Welt verlassen und das sollten wir auch signalisieren.
Welche Kraft, welches Vermögen ins uns steckt haben wir schon oft bewiesen und auch jetzt ist es an der Zeit.